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Wie campen die Deutschen?

Wie viele Deutsche campen? Welche Fahrzeuge nutzen sie dafür? Und was sind ihre Lieblingsreiseziele? Die Campingumfrage des ADAC gibt Einblicke

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V., kurz ADAC, befragt alljährlich Tausende Deutsche nach ihren Reisegewohnheiten. Ziel der Umfrage ist es herauszufinden, wie groß der Anteil an Camperinnen und Campern an der Gesamtbevölkerung ist, welche Fahrzeugtypen sie vorrangig nutzen und welche Reiseziele besonders hoch im Kurs stehen. Als “Camper” wird dabei definiert, wer mindestens 16 Jahre alt ist und in den letzten vier Jahren eine Campingreise mit mindestens drei Übernachtungen unternommen hat oder dies in den nächsten zwei Jahren plant. Das Ergebnis: 21 Prozent der Deutschen campen, hochgerechnet wären das also etwa 15 Millionen Menschen. Mit 47 Prozent ist dabei ungefähr die Hälfte von ihnen jünger als 40 – Camping ist im Vergleich zu anderen Urlaubsformen also gerade bei jüngeren Menschen beliebt.

Wie wird gereist?

Während 28 Prozent aller Befragten in den letzten vier Jahren mit dem klassischen Reisemobil unterwegs gewesen sind, waren 16 Prozent mit dem Camper-Van oder Campingbus auf Reisen. Mit dem Zelt reisten 27 Prozent der Befragten, 23 Prozent fuhren mit dem Wohnwagen in den Campingurlaub.

Überraschend: Nur 32 Prozent der Camperinnen und Camper nutzen dabei ein eigenes Fahrzeug, stattdessen wollen künftig 27 Prozent ein Fahrzeug mieten – bislang waren es noch 20 Prozent. Weitere zehn Prozent der Befragten leihen sich ihr Fahrzeug bei Freunden oder der Familie.

Wo wird übernachtet?

Mit 79 Prozent gehörten Campingplätze in den letzten vier Jahren mit Abstand zu den beliebtesten Zielen, ganze 83 Prozent der Befragten planen in den nächsten zwei Jahren eine Campingplatz-Reise. Die Studie macht auch deutlich, dass das Interesse am freien Stehen zunimmt: 21 Prozent legten in den vergangenen vier Jahren wert auf einen Stellplatz in der Natur, mittlerweile wollen 32 Prozent der Befragten ihre anstehende Reise auf einem Stellplatz in der Natur verbringen. Laut ADAC ist die Nähe zur Natur besonders jenen Urlaubern wichtig, die mit dem Campingbus, kleineren Wohn- oder Faltanhängern unterwegs gewesen sind.

Auffällig ist auch das wachsende Interesse an sogenannten Microcamping-Angeboten, also das Übernachten bei Privatpersonen, Landwirten, Winzern oder auf Gemeindeflächen. Gerade in Ländern, in denen das freie Stehen nicht erlaubt ist, ist das ein guter Kompromiss: echtes Natur-Feeling ohne schlechtes Gewissen – und das für kleines Geld. Zu den Portalen, auf denen man solche Stellplätze buchen kann, gehören unter anderem My Cabin und Vansite. Eine Übernachtung kostet dabei etwa 20 Euro. 30 Prozent der Befragten geben an, für ihre anstehende Reise ein entsprechendes Angebot wahrnehmen zu wollen.

Welche sind die Lieblingsziele der Deutschen?

55 Prozent der Befragten bleiben im Campingurlaub in Deutschland, 41 Prozent fahren in ein europäisches Zielland. Lediglich vier Prozent verlassen den europäischen Kontinent. Das beliebteste Reiseziel ist mit neun Prozent Italien, gefolgt von Frankreich mit sechs Prozent. Fünf Prozent zieht es nach Kroatien, vier Prozent fahren am liebsten in die Niederlande. Schweden liegt mit drei Prozent auf Platz fünf, dicht gefolgt von Norwegen, dem spanischen Festland, Österreich und Dänemark mit je zwei Prozent. Wie es an der deutschen Ostseeküste um die ersehnte Freiheit steht, liest du in Ausgabe 02-2023 der Vanderlust – und die ganze Studie des ADAC kann hier eingesehen werden.

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